Hahnenklee-Bockswiese

 

 

 

Geschichte

Umgeben von Wäldern und Seen, liegt auf einem sonnenoffenen Hochplateau, mitten im Naturpark Harz, der heilklimatische Kur- und Wintersportort Hahnenklee-Bockswiese. Zu allen Jahreszeiten bietet er seinen Gästen die Gewähr für einen erholsamen und abwechslungsreichen Aufenthalt.



Seine ganze Pracht entfaltet Hahnenklee-Bockswiese im Winter, wenn Wiesen und Wälder von einer dicken Schneedecke bedeckt sind. Dies ist die Zeit, da sich alljährlich viele Wintersportfreunde an den Hängen des 726 m hohen Bocksberges tummeln. Die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisenden Abfahrten bieten sowohl dem Anfänger als auch dem pistenerfahrenen Skimatador Gelegenheit, entweder die ersten Erfahrungen in dem weißen Element zu sammeln oder aber sein Können zu vervollkommnen. Ein Team routinierter Skilehrer steht dabei gern hilfreich zur Seite.



Hilfreich für die Skiläufer ist auch die Bocksberg-Seilbahn. Sie dient jedoch nicht nur den Wintersportlern dazu, die beiden Schlepplifte zu erreichen, sondern bietet mit ihrer Bergstation auch einen idealen Ausgangspunkt für eine Wanderung rund um den, viele schöne Aussichten bietenden, Bocksberg. Ebenfalls zu erwähnen sind 23 km gespurte, gut ausgeschilderte Loipen, die begeisterte Skiwanderer durch den verschneiten Harzwald führen.



Überhaupt sind es nicht zuletzt die Wandermöglichkeiten, die die stetig wachsende Beliebtheit Hahnenklees ausmachen. Große Abschnitte seines sich auf mehr als 80 km erstreckenden Wegenetzes sind fast eben und bieten somit auch dem Wanderer fortgeschrittenen Alters ideale Bedingungen. Etwas besonderes sei an dieser Stelle noch vermerkt: Hahnenklee-Bockswiese besitzt sogar zwei spezielle Wanderwege für Rollstuhlfahrer. Jährlich einmal rückt einer davon ganz besonders in den Mittelpunkt. Dann nämlich findet der sich zunehmender Beliebtheit erfreuende Wandertag für Rollstuhlfahrer und Behinderte statt.



Kommen wir nun zu einer ganz besonderen Attraktion des heilklimatischen Kurortes, der Gustav-Adolf-Kirche. Das in den Jahren 1907 und 1908 in zehnmonatiger Bauzeit errichtete Gebäude stellt in unseren Breiten eine Einzigartigkeit dar, denn es wurde den nordeuropäischen Stabkirchen nachempfunden. 12 Stäbe sind es, die die Grundkonstruktion der Gustav-Adolf-Kirche bestimmen. Die Querbalken sind ohne Verwendung von Nägeln genutet und gespundet. Durch die von ihrem Holz ausgehende Wärme wirkt die Kirche innen behaglich. Das mag mit dazu beigetragen haben, dass sie sich auch als Hochzeitskirche einen Namen gemacht hat.



Doch der Kurort Hahnenklee hat seinen Gästen weitere Vorzüge zu bieten. Da wäre zunächst einmal das Kurzentrum, das neben Lese- und Fernsehräumen auch ein Hallenbad und eine Kurmittelabteilung, die sich mit ihrer breiten Angebotspalette als Ergänzung zu den ohnehin gesundheitsfördernden Einflüssen des Heilklimas anbietet, beherbergt. Direkt gegenüber befindet sich das Kurhaus, in dem eine Vielzahl von Veranstaltungen stattfindet. Stellvertretend für das vielfältige Programmangebot seien hier nur die Konzerte, Folkloreabende, Theatergastspiele und Tanzveranstaltungen, zu denen auch das alljährlich stattfindende "Tanzturnier um den Bocksbergpokal" zählt, genannt. Hinzu kommt eine ganze Reihe von Sonderveranstaltungen, die sich übrigens nicht nur auf das Kurhaus beschränken. So findet das alljährliche Sommerfest, das ein abwechslungsreiches Angebot an Aktivitäten und Unterhaltung für jung und alt offeriert, jeweils Ende Juli im Kurpark statt.



Weit über die Grenzen des Harzes hinaus bekannt ist die Hahnenkleer Walpurgisfeier. Nach altem Volksglauben ist die Nacht vor dem 1. Mai von gespenstischen Umtrieben erfüllt. Hexen und Teufel sollen dann ihr Unwesen treiben. Weitaus fröhlicher geht es jedoch bei der Walpurgisveranstaltung, der die heilige Walpurga ihren Namen gegeben hat, zu. Im Rahmen eines Straßenfestes sind Musikgruppen der verschiedensten Stilrichtungen zu hören, als Hexen und Teufel verkleidete Kinder ziehen durch die Straßen, und zu mitternächtlicher Stunde verliest der "Oberteufel" seine Proklamation am Walpurgisfeuer, bevor er von der "Maienkönigin" vertrieben wird und der Frühling seinen Einzug halten kann.


Geschichtliche Hintergründe über Hahnenklee und die Zeit des Bergbaus findet man in der Heimatstube im Kurhaus. Hier erinnert auch eine Paul-Lincke -Ausstellung an den großen Komponisten, der seine letzte Ruhe in Hahnenklee fand. Zum Gedenken an den Berliner Künstler verleiht die Stadt Goslar den "Paul-Lincke-Ring" an Komponisten, Textdichter und Interpreten deutscher Unterhaltungsmusik. Wer sich selbst ein Bild von den besonderen Reizen des Kurortes am Fuße des Bocksberges machen möchte, der hat die Wahl zwischen einer Vielzahl von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Appartements und Ferienhäusern, die - wie der Ort selbst - für jeden Geschmack etwas bieten.

 

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